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Diagnostik bei Demenz-Verdacht ist zum großen Teil Sache der Hausärzte

POTSDAM (gvg). Für mehr Selbstvertrauen von Hausärzten bei der Demenz-Diagnostik wurde auf dem Deutschen Hausärztetag in Potsdam plädiert. Einfache und schnelle Tests unterstützten die Diagnostik bei Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung.

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Solche Tests machten - nach Ausschluß möglicher Ursachen einer sekundären Demenz - auch die Demenz-Diagnose bereits im Frühstadium sehr wahrscheinlich.

An erster Stelle steht bei einem Patienten mit Gedächtnisproblemen natürlich der Ausschluß anderer Ursachen für dieses Problem, wie Dr. Volker von der Damerau-Dambrowski in Potsdam betonte. Abgesehen von einer ausführlichen Anamnese empfiehlt er, mehrere Laborparameter zu überprüfen: Entzündungsparameter, Blutbild, Blutzucker, Schilddrüsen- und die Leberwerte, Kreatinin sowie Vitamin B12. Auch einen Test auf Syphilis hält er für sinnvoll, denn die Inzidenz dieser Erkrankung nehme auch bei alten Menschen wieder zu.

Sind alle diese Untersuchungen unauffällig, dann läßt sich der Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung mit dem Uhren-Test oder dem DemTect®-Test bei den meisten Patienten innerhalb von Minuten untermauern, wie Damerau auf der von den Unternehmen Eisai und Pfizer unterstützten Veranstaltung berichtet hat. Beim Uhren-Test trägt der Patient in einen Kreis das Ziffernblatt einer Uhr ein und die Uhrzeiger, wie sie um "10 nach 11" stehen. Beim DemTect® wird in fünf kurzen Untertests unter anderem das Wortgedächtnis der Patienten geprüft.

Ist das Ergebnis nicht eindeutig, sollte nach sechs Monaten kontrolliert werden, rät der niedergelassene Hausarzt aus Stade. Bei eindeutig pathologischem Ergebnis sollte dagegen rasch eine Therapie begonnen werden, um den maximalen Nutzen potenter Antidementiva (etwa Aricept®) ausschöpfen zu können.

"Mit einem erneuten Test nach einem halben Jahr Therapie sehe ich dann, ob das Medikament angeschlagen hat", so Damerau über das weitere Vorgehen bei Demenz-Patienten. Nur wenn die Symptome auch unter Behandlung rasch fortschreiten oder wenn neue neurologische Beschwerden, wie eine Ataxie, auftreten, berät er sich mit einem Neurologen. "Alles andere schaffen wir Hausärzte auch selbst", so Damerau.

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