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Demenz bremsen heißt, konsequent zu therapieren

POTSDAM (gvg). Cholinesterase-Hemmer können die Fähigkeit von Demenz-Patienten bessern, im Alltag allein zurechtzukommen. Sie können aber auch den Pflegeaufwand reduzieren und die Einweisung ins Pflegeheim hinauszögern. Voraussetzung ist aber eine ausreichend lange und ausreichend hoch dosierte Therapie.

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Als Faustregel gilt, daß bei Therapie mit einem Cholinesterase-Hemmer nach sechs bis zwölf Monaten einer von vier Demenz-Patienten im Mini-Mental-Test bessere Ergebnisse hat als bei Therapiebeginn, zwei Patienten ähnliche Ergebnisse haben, und nur ein Patient sich in seiner kognitiven Leistungsfähigkeit verschlechtert hat, wie Professor Alexander Kurz von der Psychiatrischen Klinik der TU München beim Hausärztetag in Potsdam berichtet hat.

Dieser Therapieeffekt sei auch daran erkennbar, daß eine Einweisung in ein Pflegeheim verzögert wird. So hätten Studien mit dem Cholinesterase-Hemmer Donepezil (Aricept®) ergeben, daß sich der Wechsel von häuslicher Pflege zu Heimpflege bei frühzeitiger Therapie um fast zwei Jahre hinausschieben läßt. "Das gelingt vor allem dann, wenn ausreichend hoch dosiert wird", so Kurz bei der von den Unternehmen Eisai und Pfizer unterstützten Veranstaltung.

So hätten in einer im Jahr 2003 veröffentlichten Studie vor allem jene Patienten gut abgeschnitten, die mindestens neun Monate lang täglich mindestens fünf Milligramm Donepezil eingenommen hatten.

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