Ärzte Zeitung, 08.02.2005

Nikotin ungünstig bei M. Alzheimer

WASHINGTON (ddp). Nikotin hat offenbar doch einen ungünstigen Einfluß auf die Entwicklung von M. Alzheimer. Darauf deutet eine neue tierexperimentelle Studie.

Bislang hatten Forscher eher vermutet, daß Nikotin die Erkrankung verzögern könne. In der neuen Studie haben US-Forscher herausgefunden, daß Nikotin zwar keinen Einfluß auf die Bildung der typischen Alzheimer-Plaques hat, jedoch die Entstehung von Alzheimer-Fibrillen fördert, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "PNAS".

Die Neurobiologen verabreichten in einem Alzheimer-Tiermodell Mäusen täglich Nikotin mit dem Trinkwasser. Die ständige Nikotinzufuhr verstärkte bei den Mäusen die Bildung von Fibrillen aus Tau-Proteinen. Solche Fibrillen stören untere anderem Transportprozesse in den Nervenzellen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »