Ärzte Zeitung, 14.04.2005

Studie belegt, daß Folat geistigen Abbau nicht bremst

CHICAGO (Rö). Die Erwartung, daß eine erhöhte Aufnahme von Folat den kognitiven Abbau bei alten Menschen bremsen kann, hat sich in einer neuen Studie nicht erfüllt.

Im Gegenteil: Die kognitiven Fähigkeiten nahmen bei dem Fünftel der Studienteilnehmer mit der höchsten Folat-Aufnahme sogar zweimal so schnell ab wie bei dem Fünftel mit der niedrigsten Aufnahme.

Dies ist das zentrale Ergebnis einer prospektiven Studie von Dr. Martha Clare Morris und ihren Kollegen vom Rush Institute for Healthy Aging in Chicago im US-Staat Illinois (Arch Neurol 62, 2005, 641).

Die Forscher hatten 3718 über 65 Jahre alte Einwohner in ihre Studie aufgenommen. Sie machten vier kognitive Tests zu Beginn, nach drei Jahren und nach sechs Jahren und beantworteten Fragen zur Ernährung und Vitaminaufnahme.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »