Ärzte Zeitung, 21.12.2005

Vakzine beugt im Tierversuch M. Alzheimer vor

JACKSONVILLE (mut). Eine therapeutische Impfung gegen Alzheimer bringt offenbar wenig, eine präventive Impfung vielleicht viel. Das legen neue Daten aus Tierversuchen nahe.

Zur Erinnerung: In der ersten klinischen Studie mit einer Alzheimer-Vakzine hatten knapp 300 Patienten einen Impfstoff gegen das Amyloid-Beta-Protein erhalten, das sich in den Nervenzellen der Erkrankten ablagert.

Der Erfolg war jedoch mäßig: Bei einem Teil der Patienten ließ sich die Progression der Erkrankung stoppen, die Symptome gingen jedoch kaum zurück. Mit einem ähnlichen Impfstoff ist es jetzt US-Forschern gelungen, die Bildung von Amyloid-Plaques zu verhindern bei Mäusen, die durch einen Gendefekt Alzheimer entwickeln.

Der Impfstoff wirkte allerdings nur dann, wenn er vor Beginn der Ablagerung gegeben wurde. Hatten die Mäuse bereist Amyloid-Plaques, konnte der Impfstoff weitere Ablagerungen von Beta-Amyloid kaum verhindern (J Clin Invest, online).

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Neue Chance für Alzheimer-Impfung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »