Ärzte Zeitung, 04.10.2006

Erhöhtes Alzheimer-Risiko

Frauen mit metabolischem Syndrom besonders gefährdet

KUOPIO (mut). Frauen mit metabolischem Syndrom haben offenbar ein über vierfach erhöhtes Risiko für Morbus Alzheimer. Darauf deuten Daten einer finnischen Studie mit knapp 960 Teilnehmern.

Ausgewählt für die Studie wurden nach dem Zufallsprinzip Menschen zwischen 69 und 78 Jahren aus der finnischen Bevölkerung. Die Teilnehmer wurden auf ein metabolisches Syndrom hin untersucht, also auf die Kombination von Glukose- plus Lipidstoffwechselstörungen sowie Übergewicht und Hypertonie. Zudem wurden die Teilnehmer auf Morbus Alzheimer überprüft.

Das Ergebnis: 418 Teilnehmer (44 Prozent) hatten ein metabolisches Syndrom, 45 (4,7 Prozent) hatten M. Alzheimer. Die Alzheimer-Prävalenz war bei Frauen mit metabolischem Syndrom deutlich erhöht: Sie lag bei 8,3 Prozent. 1,9 Prozent waren es dagegen bei Frauen ohne metabolischem Syndrom. Bei Männern gab es keinen Unterschied (Neurology 67, 2006, 843). Die Forscher vermuten, daß Männer an den Folgen des metabolischen Syndroms sterben, bevor sie an Demenz erkranken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »