Ärzte Zeitung, 28.03.2007

KOMMENTAR

Hoffnung auf bessere Alzheimer-Therapie

Von Thomas Müller

Die therapeutischen Möglichkeiten bei M. Alzheimer sind bekanntlich sehr begrenzt. Mit vorhandenen Medikamenten wie Cholinesterase-Hemmern und Memantine lässt sich zwar der Verlauf der Erkrankung verzögern, aufhalten kann man sie damit jedoch nicht. Forscher in aller Welt suchen daher nach neuen Ansätzen für eine wirkungsvollere Behandlung.

Viel Hoffnung wird etwa in einen Impfstoff gesetzt, und neue Medikamente werden bereits an Patienten getestet. Sie sollen die zerstörerischen Ablagerungen im Gehirn unterbinden. Dazu passt ein interessanter Ansatz, der vor kurzem vorgestellt worden ist. So lässt sich die Erkrankung zum Teil auch als Störung des Glukose-Stoffwechsels im Gehirn erklären. Und gegen solche Störungen hat man bereits Medikamente.

Bekannt ist etwa, dass Insulin die kognitive Leistung verbessern kann und von Glitazonen weiß man, dass sie Enzyme hemmen, die schädliches Beta-Amyloid produzieren. Ob sich mit diesem Ansatz M. Alzheimer weiter bremsen lässt, ist aber noch ungewiss. Einen Hoffnungsschimmer bietet der Ansatz allemal.

Lesen Sie dazu auch:
Neue Hinweise auf Glitazon-Wirkung bei Morbus Alzheimer
Kranken mit Demenz fehlt im Gehirn Insulin

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »