Ärzte Zeitung, 26.04.2007

Keine Konsequenz für die Therapie

Abschlussberichte des IQWiG haben für die Therapie-Entscheidungen von Vertragsärzten keine unmittelbaren Konsequenzen. Das IQWiG bewertet im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses oder des Bundesgesundheitsministeriums etwa den Nutzen medikamentöser Therapien. Zunächst erstellt das Institut einen Vorbericht, der im Internet veröffentlicht wird. Der Vorbericht zu Cholinesterase-Hemmern ist im September 2006 publiziert worden.

Zu einem Vorbericht können Fachgesellschaften, Institutionen und Unternehmen Stellung nehmen. Anschließend erstellt das IQWiG einen Abschlussbericht. Darin wird auch ein Ergebnisprotokoll der wissenschaftlichen Erörterung veröffentlicht.

Der Abschluss-Bericht hat für den Bundesausschuss empfehlenden Charakter. Auf dieser Basis kann er Verordnungsausschlüsse oder -einschränkungen in den Arzneimittelrichtlinien oder Therapiehinweise beschließen. Dieser Beschluss muss vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt werden. Erst wenn die Entscheidung im "Bundesanzeiger" veröffentlicht ist, ist sie bindend. (eb)

Das sagt das IQWIG:
Der Nutzen ist vor allem bei der Kognition belegt

Das sagen die Arzneimittelhersteller:
Reduzierter Pflegeaufwand, verzögerte Heimaufnahme

Das sagen die Demenz-Experten:
Antidementiva im Leistungskatalog lassen!

Was Sie über das IQWIG wissen sollten:
Viele Studien nicht berücksichtigt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »