Direkt zum Inhaltsbereich

Schwellenwert bei Demenztests wird individuell

CHICAGO (hub). Der Grenzwert bei Demenztests sollte sich am jeweiligen Patienten orientieren. Ansonsten könnte bei Hochgebildeten eine Demenz übersehen werden.

Veröffentlicht:

In einer US-Studie wurden Daten von über 1100 Menschen ausgewertet, die eine Schul- und Hochschulausbildung von mindestens 16 Jahren hatten. Das mittlere Alter betrug 76 Jahre. 307 Patienten hatten eine Demenz und 176 leichte kognitive Beeinträchtigungen (mild cognitive impairment, MCI). 658 hatten keine Demenz. Bei allen wurde ein Mini-Mental-Status-Test (MMST, bester Wert 30 Punkte) vorgenommen (Arch Int Med 65, 2008, 963).

Für die erste Auswertung wurde der übliche Standard-Schwellenwert für eine Demenz von 23 Punkten gewählt. Bei den Patienten, die 23 oder weniger Punkte erreichten, wurde so die Demenz mit einer Genauigkeit von 99 Prozent erkannt. Anders sah es bei der Empfindlichkeit des Tests aus. 34 Prozent der Patienten mit bereits diagnostizierter Demenz hatten einen Wert von über 23 Punkten und wurden per MMST nicht erkannt.

Die Forscher erhöhten also den Schwellenwert um 3 Punkte auf 26. Nun lag die Genauigkeit nur noch bei 89 Prozent, aber die Empfindlichkeit des Tests lag deutlich über jener mit dem niedrigeren Schwellenwert, nämlich bei 91 Prozent. Ein gutes Verhältnis beider Parameter, so die Forscher. Ihre Folgerung: Bei gebildeten Menschen sollte der Schwellenwert des MMST erhöht werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Datenanalyse

Optimismus mit geringerem Demenzrisiko assoziiert

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

© William / Generated with AI / Stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Lesetipps
Dreidimensionale gerenderte Darstellung der Anatomie des menschlichen Herzens.

© PIC4U / stock.adobe.com

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram