Ärzte Zeitung, 10.08.2009

Alzheimer-Frühtest noch nicht für Praxis geeignet

NEU-ISENBURG (mut). Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hält eine Alzheimer-Frühdiagnostik mittels Biomarker im Liquor noch nicht geeignet für die Anwendung in der Praxis. Bei Routine-Untersuchungen mit solchen Tests würde zu oft falscher Alarm ausgelöst werden. Dies sei nicht zu rechtfertigen, solange es noch keine Arzneien gebe, die den Krankheitsverlauf längerfristig beeinflussen können, so die DGN.

In einer aktuellen Publikation (JAMA 302, 2009, 385 und 436) ließ sich durch den Test auf Beta-Amyloid und Tau im Liquor ein Morbus Alzheimer mit einer Sensitivität von 83 und einer Spezifität von 72 Prozent diagnostizieren.

Lesen Sie dazu auch:
Biomarker identifizieren Menschen mit Alzheimer-Risiko

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »