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Unter 60 und schon dement? Das wird oft nicht beachtet

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WÜRZBURG (pf). Demenz wird primär als Erkrankung alter Menschen wahrgenommen. Demenzkranke Patienten unter 60 Jahren und deren Familien benötigen daher besondere Unterstützung. So werden die Angehörigen relativ junger Demenzkranker oft von Hausärzten nicht ernst genommen, wenn Sie über erste Symptome ihrer Verwandten berichten. 

Menschen unter 60 Jahren lehnen die Diagnose Alzheimer zudem häufig ab, so Sabine Seipp, Psychologin vom Verein Würzburg Halma bei einer Ärztefortbildung zu Morbus Alzheimer in Würzburg. Der Verein Halma hat sich die psychosoziale Unterstützung der Kranken zur Aufgabe gemacht. 

Bei wöchentlichen Treffen mit den Erkrankten und deren Angehörigen werden die Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit besprochen. So dauert die Pflege im Schnitt acht Jahre, davon werden 80 Prozent von Familienangehörigen geleistet. Mit Ausbruch der Krankheit geht oft der Verlust eines engen Vertrauten oder des "Verdieners" in der Familie einher. Um Überforderung der Verwandten zu vermeiden und sie zur Pflege des Kranken zu motivieren, ist eine gesonderte Betreuung wichtig. Die Forschung auf diesem Feld ist allerdings noch sehr jung.

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