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Schlechter Schlaf: Fängt so Alzheimer an?

Wer schlecht schläft, weil er nachts häufig aufwacht, hat offenbar ein erhöhtes Alzheimerrisiko. Doch noch rätseln die Forscher, ob der schlechte Schlaf Alzheimer fördert oder umgekehrt, der Untergang von Hirnzellen den Schlaf stört.

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Gestörter Schlaf: Womöglich der Beginn von Alzheimer?

Gestörter Schlaf: Womöglich der Beginn von Alzheimer?

© Doc RaBe / fotolia.com

ST. LOUIS (mut). Neben zu wenig geistiger und körperlicher Aktivität zählt offenbar auch ein schlechter Schlaf zu den Risikofaktoren für Alzheimer.

Vor allem häufige Unterbrechungen während des Schlafs gehen Hand in Hand mit der Bildung von Amyloidplaques im Gehirn, haben Forscher um Dr. Yo-el Yu aus St. Louis in den USA herausgefunden.

Sie untersuchten 100 geistig gesunde Probanden im Alter von 45 bis 80 Jahren per PET mit einem speziellen Marker (Pittsburgh Compound B, PIB). Damit lässt sich die Amyloidlast im Gehirn gut darstellen. Zusätzlich prüften sie den Liquor auf Beta-Amyloid-Proteine.

Alle Teilnehmer durften zwei Wochen lang nachts einen Aktigrafen tragen, der anhand von Bewegungsmustern zwischen Wach- und Schlafzustand unterscheiden kann, und sie füllten Tagebücher zur Dauer und Qualität ihres Schlafs aus.

Viele Ablagerungen gefunden

Insgesamt verbrachten die Teilnehmer im Schnitt acht Stunden im Bett, allerdings schliefen sie davon nur etwa 6,5 Stunden, weil sie nachts immer wieder kurz aufwachten.

Schauten sich die Forscher nun diejenigen Teilnehmer an, die am häufigsten nachts aufwachten - zum Teil mehr als fünfmal pro Stunde - dann zählten diese Personen überwiegend auch zu den 25 Prozent, die bereits verdächtig viel Amyloid in ihrem Gehirn abgelagert hatten.

Bei ihnen konnte man bereits eine präklinische Alzheimer-Erkrankung vermuten.

Wie die Amyloid-Ablagerungen mit den Schlafunterbrechungen zusammenhängen, ist allerdings unklar. Möglicherweise sind häufige Unterbrechungen ein erstes Symptom einer beginnenden Alzheimer-Demenz, denkbar ist aber auch, dass Schlafstörungen die Alzheimer-Pathogenese beschleunigen.

Die Studie wird Ende April auf dem Kongress der US-Neurologen-Gesellschaft AAN vorgestellt.

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