Ärzte Zeitung, 15.11.2012

TREM2

Alzheimer-Gen entdeckt

FRANKFURT/MAIN. Forscher haben eine seltene Genvariante gefunden, die mit einem deutlich erhöhten Alzheimer-Risiko einhergeht.

Das Gen kodiert für den Zellrezeptor (TREM2), der etwa auf Mikroglia-Zellen vorkommt, die Zellabfall wie Amyloid phagozytieren und möglicherweise Immunreaktionen auslösen.

Durch Punktmutation kommt es im Eiweiß zum Austausch von Histidin gegen Arginin und damit einem gestörten Abtransport neurotoxischer Produkte. Dieser Befund stützt frühere Studien, wonach Entzündungen für die Demenzpathogenese bedeutsam sind.

Träger der Genvariante erkranken nicht nur öfter, sondern auch früher als Nicht-Träger (NEJM 2012; online 14. November). (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »