Ärzte Zeitung, 17.07.2014

Morbus Alzheimer

Prävention von Demenz hat viel Potenzial

LONDON. Jede dritte Alzheimer-Erkrankung wird durch einen oder mehrere von sieben modifizierbaren Risikofaktoren verursacht und könnte theoretisch vermieden werden, berichten Forscher um Dr. Sam Norton vom King's College in London (Lancet Neurology 2014; 13: 788).

Bei den Risikofaktoren handelt es sich um Diabetes, Hypertonie und Adipositas in der Lebensmitte, Bewegungsmangel, Depressionen, Rauchen und geringe Allgemeinbildung.

Die Forscher empfehlen Präventionsstrategien, die auf eine bessere Bildung sowie Reduktion von Herzkreislauf-Risiken und Depressionen abzielen. Damit lasse sich viel ausrichten.

Ohne weitere Präventionsanstrengungen werden nach Schätzungen 2050 etwa 106 Millionen Menschen weltweit von Morbus Alzheimer betroffen sein, berichten die Forscher. Durch eine Reduktion der Risikofaktoren pro Dekade um je zehn Prozent ließen sich fast neun Millionen dieser Erkrankungen vermeiden. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »