Therapie bei Diabetes kann auch Prävention von Demenz sein

BOSTON (mal). Neue Daten der Nurses‘ Health-Studie nähren die Hoffnung, durch frühe und konsequente Therapie bei Diabetes Demenz-Erkrankungen verhindern oder verzögern zu können.

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Für ihre Analyse haben Forscher um Professor Giancarlo Logroscino aus Boston im US-Staat Massachussetts etwa 19 000 Frauen im Alter zwischen 70 und 81 Jahren befragt. Zusätzlich wurden im Abstand von etwa zwei Jahren Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit gemacht, wie sie auch bei der Demenz-Frühdiagnostik üblich sind.

Die Ergebnisse: Diabetikerinnen hatten zu Studienbeginn in den Tests schlechtere Resultate als Frauen ohne diese Erkrankung, und ihre Leistungsfähigkeit nahm in den folgenden Monaten rascher ab.

Die Tests fielen dabei besonders schlecht aus, wenn der Diabetes schon seit mehr als 15 Jahren bekannt war, und auch dann, wenn keine orale antidiabetische Therapie erfolgte. Im Gegensatz dazu hätten mit oralen Antidiabetika behandelte Frauen ähnlich gut abgeschnitten wie Frauen ohne Diabetes, so die US-Forscher (BMJ online, 23.02.).

In anderen Studien sei zum Beispiel schon beobachtet worden, daß bei besserer Stoffwechseleinstellung durch orale Antidiabetika sich auch Kognition und Gedächtnisfunktionen besserten, erinnern Logroscino und seine Kollegen.

Bei Diabetes als Demenz-Risikofaktor früh einzugreifen, könnte auch große wirtschaftliche Konsequenzen haben. Schätzungen in den USA gingen davon aus, daß die Zahl neuer Demenz-Diagnosen in 50 Jahren um 800 000 niedriger liegen würde als derzeit erwartet, wenn es gelänge, die Manifestation von Demenz-Erkrankungen um ein Jahr zu verzögern.

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