Ärzte Zeitung, 22.04.2004

Tips zur Diagnose von Mikoalbuminurie

WIESBADEN (bib). Diabetiker sollten bekanntlich jährlich auf Mikroalbuminurie untersucht werden - bei Typ 1 ab dem fünften Erkrankungsjahr, bei Typ 2 von der Diagnose an. Beim Screeening sind drei Urinproben zur Diagnosesicherung notwendig.

Als "heiligen Gral" der Mikroalbuminurie-Diagnostik bezeichnete Professor Eberhard Ritz beim Internistenkongreß in Wiesbaden die Bestimmung der Albuminausscheidung im 24-Stundenurin. Zum Screening genüge aber die Untersuchung des Spontanurins, besser noch des Morgenurins. Letztere sei wegen der geringeren nächtlichen Blutdruckschwankungen zuverlässiger, sagte Ritz bei einer von Sanofi-Synthelabo unterstützten Veranstaltung.

Wichtig: Ein einzelner positiver Test reicht wegen möglicher Varianz und Schwankungen der Urinkonzentration nicht aus. Es müssen drei Proben entnommen werden, von denen zwei positiv sein müssen.

Und: Andere Ursachen wie ein Harnwegsinfekt, eine ungewöhnliche körperliche Belastung, etwa ein Marathonlauf, oder auch eine schwere Blutdruck- oder Blutzuckerentgleisung müssen ausgeschlossen sein. Ritz: "Wenn ein Patient mit einem Blutzucker-Wert von 450 mg/dl aufgenommen wurde, ist das eine schlechte Gelegenheit, nach einer Mikroalbuminurie zu schauen."

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