Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 24.05.2004

Feintuning bei Diabetes Typ 2 mit Insulinanaloga

Basis-Therapie abends, Bolus-Therapie tagsüber

HANNOVER (hbr). Wenn Typ-2-Diabetiker Insulin brauchen, kann ein Verzögerungsinsulin vor dem Schlafengehen helfen oder ein schnell wirkendes Insulin vor den Mahlzeiten. Oder die Kombination von beidem in einer Basis-Bolus-Therapie.

Ein langwirksames Insulin vor dem Schlafengehen ergänzend zur oralen Therapie ermöglicht einen leichten, wenig belastenden Einstieg in die Insulintherapie. Das berichtete Professor Thomas Haak vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim auf dem Deutschen Diabetes-Kongreß in Hannover. Die abendliche Applikation hemmt die nächtliche Glukoneogenese, und der Patient kann mit einem guten Nüchternwert in den Tag starten. Das beeinflußt die hepatische Glukoseproduktion. Niedrig ist sie bei einem Wert unter etwa 130 mg/dl. Als Verzögerungsinsulin eignet sich etwa Insulin Glargin (Lantus®): Im Vergleich zu NPH-Insulinen kommt es nachts zu weniger Hypoglykämien.

Schnell wirksame Insuline - Normalinsulin und schnelle Analoga - können zu den Mahlzeiten injiziert werden, wenn orale Antidiabetika und Diät tagsüber nicht mehr genügen. Der Vorteil dabei: Die eigene Insulin-Restsekretion wirkt ausgleichend und absichernd. Nimmt der Patient etwa weniger Kohlenhydrate als nötig zu sich, dann geht die körpereigene Sekretion zurück und das Hypoglykämie-Risiko sinkt.

Die schnellen Analoga wirken rascher und kürzer als Normalinsuline. Ergebnis sind niedrigere postprandiale Werte, zumal auch die hepatische Glukoneogenese besser gebremst werde als mit Normalinsulin, sagte Haak bei einer Veranstaltung von Aventis Pharma.

Eine logische Fortführung der beiden Therapieschemata bildet die Verknüpfung in der Basis-Bolus-Therapie. Dabei bieten Analog-Insuline auch in der Basis-Bolus-Therapie die Chance einer guten Stoffwechseleinstellung, so Haak. So habe bei Typ-2-Patienten die Verbindung von prandial injiziertem Insulin lispro und basal injiziertem Glargin im Vergleich zu lispro plus NPH zu einem signifikant niedrigeren HbA1c geführt. Die bessere Einstellung wurde erreicht, ohne daß mehr schwere Hypoglykämien aufgetreten wären.

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