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Hohe Diabetes-Rate bei Probanden für Herzstudie

MÜNCHEN (ob). Bei vielen Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren besteht gleichzeitig ein bislang nicht diagnostizierter Diabetes mellitus. Solche Patienten sollten daher routinemäßig auf Störungen im Glukosemetabolismus untersucht werden, so Professor John McMurray beim ESC-Kongreß.

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Der Kardiologe aus Glasgow stützte seine Forderung auf neue Daten aus der Screening-Phase der NAVIGATOR-Studie. In dieser noch laufenden Mega-Studie wird die Wirksamkeit sowohl des Antidiabetikums Nateglinid als auch des AT1-Rezeptorblockers Valsartan in der Prävention des Diabetes und seiner Komplikationen geprüft.

Bei der Suche nach Studienteilnehmern wird erstmals systematisch unter anderem auch ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen. Bislang wurden über 40 000 potentielle Probanden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht.

Die Analyse der oGTT-Ergebnisse ergab eine sehr hohe Rate von bislang unentdeckten Störungen des Glukosestoffwechsels. Wie McMurray berichtete, ist auf Basis der oGTT-Befunde insgesamt bei etwa jeder fünften untersuchten Person ein bereits bestehender Diabetes erstmals diagnostiziert worden. Von den Patienten in der Subgruppe mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung waren sogar schon 24 Prozent Diabetiker, ohne es zu wissen.

Noch höher war der Anteil der Personen, bei denen zwar kein Diabetes, aber bereits eine gestörte Glukosetoleranz als mögliche Diabetes-Vorstufe nachgewiesen wurde. Nur bei etwa einem Drittel aller untersuchten Kandidaten für die Studienteilnahme erwiesen sich Glukose- und Insulinmetabolismus als normal.

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