Jetzt wird geprüft, ob Ramipril Diabetes verhindert

MÜNCHEN (sto). Die Behandlung mit einem ACE-Hemmer kann möglicherweise das Auftreten von Diabetes mellitus verzögern oder gar verhindern. Das legen nach Ansicht von Professor Hertzel Gerstein aus Ontario die Ergebnisse mehrerer großer Präventionsstudien nahe, etwa die der HOPE-Studie.

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An der HOPE-Studie (Heart Outcomes Prevention Evaluation) mit Ramipril (Delix® protect) hatten 9297 Hochrisikopatienten teilgenommen, bei denen Diabetes mellitus oder eine vaskuläre Erkrankung sowie ein weiterer kardiovaskulärer Risikofaktor nachzuweisen war, erinnerte Gerstein beim Europäischen Kardiologie-Kongreß in München.

Die HOPE-Studie hat nicht nur ergeben, daß Ramipril das relative Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (kardiovaskulärer Tod, Herzinfarkt, Apoplexie) bei Patienten mit hohem Risiko um 22 Prozent senkt. Sondern es sind auch bei Patienten mit Diabetes die Gesamtsterblichkeit um 24 Prozent und das Auftreten einer Diabetes-Neuerkrankung um 34 Prozent niedriger gewesen.

In der DREAM-Studie (Diabetes Reduction Assessment with Ramipril and Rosiglitazone Medication), die im Juli 2001 begonnen hat, soll deshalb geklärt werden, ob sich mit Ramipril und/oder Rosiglitazon bei Patienten mit gestörter Glukose-Toleranz die Progression zu einem manifesten Typ 2-Diabetes verhindern läßt, berichtete Gerstein bei einem Satelliten-Symposium des Unternehmen Aventis.

An der DREAM-Studie nehmen 5269 Personen mit gestörter Glukosetoleranz teil. Der Beobachtungszeitraum beträgt mindestens drei Jahre. Um zu überprüfen, ob sich ein Diabetes mellitus entwickelt, wird alle sechs Monate ein Glukosetoleranztest gemacht. Primärer Endpunkt ist entweder die erstmalige Diagnose eines Diabetes mellitus oder Tod, sekundärer Endpunkt ist unter anderem die Entwicklung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Ergebnisse der DREAM-Studie werden für 2006 erwartet.

Bereits jetzt werde jedoch deutlich, daß neue Therapien, von denen einige, etwa die mit Ramipril, kardioprotektiv wirken, auch die Chancen erhöhen, medikamentös dem Diabetes mellitus und auch dem metabolischen Syndrom vorzubeugen, so Gerstein.

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