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Viele Vorteile für rasch wirksames Insulin-Analogon

BERLIN (hbr). Die Anwendung eines schnell wirkenden Insulin-Analogons zusätzlich zu Metformin verbesserte bei Typ-2-Diabetikern den HbA1c ebenso gut wie die Therapie mit einem Normalinsulin plus Metformin - allerdings mit weniger Insulin-Verbrauch und besserem Gewichtsverlauf.

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Das hat die Phazit-Studie ergeben, die Privatdozent Dr. Rainer Lundershausen vom Diabeteszentrum in Erfurt beim Deutschen Diabetologenkongreß in Berlin vorstellte. Phazit wurde als kombinierte klinisch-ökonomische Beobachtungsstudie an 51 Zentren in Deutschland gemacht.

Teilnehmer waren 745 Patienten mit einer mittleren Diabetesdauer von zehn Jahren und einem HbA1c von 8,8 Prozent. Sie wechselten von einer nicht mehr ausreichenden oralen Kombinationstherapie mit Metformin auf eine supplementäre Insulintherapie. Dabei wurde die Therapie mit Metformin durch ein kurzwirksames Mahlzeiteninsulin - entweder Normalinsulin oder das Insulin-Analogon Aspart (NovoRapid®) - ergänzt.

Nach 24 Wochen war die HbA1c-Senkung in beiden Gruppen mit 1,6 und 1,7 Prozentpunkten ähnlich. Die postprandialen Blutzuckerwerte hatten in der Normalinsulingruppe um 68 mg/dl abgenommen, mit Insulin Aspart um 88 mg/dl. Trotz ähnlich starker Hb1c-Senkung benötigten die Probanden der Aspart-Gruppe dafür rund 18 Prozent weniger Insulin.

Der Unterschied war signifikant. Außerdem. Die Aspart-Probanden nahmen 0,4 kg an Gewicht ab, die anderen Teilnehmer ein Pfund zu. Außerdem konnten mit fem Analogon 81 Prozent der Teilnehmer auf einen Spritz-Eß-Abstand verzichten, mit Normalinsulin nur 23 Prozent. Bei drei Injektionen pro Tag verbrauchten die Patienten für diese Wartezeit bei Normalinsulin täglich 31 Minuten, mit dem schnellen Analogon hingegen nur fünf Minuten.

Bei Berücksichtigung aller ärztlichen Leistungen, Hilfsmittel-, Arzneiverordnungen und Krankenhaustage betrugen die Kosten pro Patient in der Aspartgruppe 1313 Euro, in der zweiten Gruppe 1167 Euro für 180 Tage. Dabei unterschieden sich vor allem die Ausgaben für Insulin - mit Aspart 337 Euro, für Normalinsulin 287 Euro - und die Krankenhauskosten, die in der Aspartgruppe 166 gegenüber 49 Euro betrugen.

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