Ärzte Zeitung, 09.05.2005

Diabetes fällt oft erst beim Herzinfarkt auf

BERLIN (eb). Ein Typ-2-Diabetes wird oft erst erkannt, wenn Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom in die Notaufnahme einer Klinik kommen. Daran haben Ärzte beim Deutschen Diabetes-Kongreß in Berlin erinnert.

So wurde in der Euro Heart Survey bei 20 Prozent der Patienten mit akutem Koronarsyndrom ein Diabetes, bei 30 Prozent eine verminderte Glukosetoleranz neu diagnostiziert. Und nach dem Schwabinger Herzinfarktregister beträgt der Anteil der Diabetiker unter den Herzinfarktpatienten 40 Prozent.

Um Diabetiker besser medikamentös einzustellen, könnte bald ein neuer Sensor helfen. Das Gerät, das auf dem Diabeteskongreß vorgestellt wurde, mißt in der Gewebeflüssigkeit am Oberarm oder am Abdomen kontinuierlich die Glukosekonzentration. Diese läßt auf die Blutzuckerwerte schließen. Die Daten werden per Funk an einen Empfänger gesendet, den die Patienten etwa am Gürtel tragen können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »