Diabetes

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Ärzte Zeitung, 25.05.2005

Ein Programm hilft Diabetikern, gesund zu essen

Schulungssystem "Ernährung bei Diabetes" präsentiert aktuelles Wissen in leicht verdaulichen Häppchen

BERLIN (hbr). Das neue Schulungssystem "Ernährung bei Diabetes" soll helfen, die Patienten zu einer diabetesgerechten Ernährung zu führen. Es beruht auf den vor kurzem veröffentlichten Ernährungsempfehlungen der Europäischen Diabetes-Gesellschaft.

Frisches Gemüse sollte wegen der Ballastoffe auch von Diabetikern bevorzugt werden. 200 g Möhren zum Beispiel enthalten 7 g Ballaststoffe. Foto: PhotoDisc

Die europäischen Empfehlungen wurden bereits zu einer deutschen Version verarbeitet (die "Ärzte Zeitung" berichtet). Das neue Programm hilft Beratern, die Diabetiker schulen, Patienten den Inhalt dieser Leitlinien nahe zu bringen. Das hat Dr. Monika Toeller vom Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf beim Diabeteskongreß in Berlin berichtet.

Das Schulungssystem präsentiert das nötige Wissen in leicht verdaulichen Häppchen. Als Transportvehikel dienen 50 Schulungsfolien. Sie enthalten die Ernährungsempfehlungen - etwa zum Umgang mit Zucker, Eiweiß und anderen Nahrungsbestandteilen -, aber auch praktische Beispiele. Denn reine Theorie nützt den Patienten wenig.

Etwa bei den Ballaststoffen: Die Information, daß täglich 40 Gramm davon optimal sind, bleibt ohne zusätzliches Wissen nutzlos. Schließlich müssen die Patienten für ein solches Ziel oft ihr Essen umstellen. Da wollen sie verständlicherweise mehr wissen. Erstens: Was bringt ihnen der unfreiwillige Aufwand? Zweitens: Worin sind überhaupt Ballaststoffe? Und drittens: Wie können sie die empfohlene Menge erreichen?

Deshalb erhalten sie unter anderem konkrete Angaben dazu, wo wieviel wovon drin ist. Zum Beispiel in 200 g Möhren 7 g Ballaststoffe, und in einer Scheibe Roggenmischbrot sind 3 g Ballaststoffe enthalten.

Den Schulungskräften ermöglicht die Farbeinteilung der Folien in Basiswissen, Essensbeispiele und Hinweise speziell für Diabetiker mit Tabletten- oder mit Insulintherapie das schnelle Orientieren im Unterricht. Zusätzliche Textblätter liefern ihnen eine Zusammenfassung der Folieninhalte und Hintergrundinformationen dazu, so Toeller bei der Veranstaltung von Abbott Diabetes Care.

Das hilft den Patienten, die geschult werden, bei Irritationen im Unterricht nicht aus dem Takt zu kommen und Fragen zu beantworten. Zum Sinn der Ballaststoffe etwa würde die Antwort lauten: Ballaststoffe verbessern die Insulinempfindlichkeit, senken den HbA1c, sorgen für einen stabileren Blutzuckerspiegel und beeinflussen die Blutfettwerte und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig.

Das Schulungssystem ist ab Juni gegen eine Schutzgebühr über den Kundenservice von Abbott Diabetes Care erhältlich. Tel.: 08 00 / 519 95 19

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