Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 25.10.2005

Plädoyer für frühe Therapie mit Insulin bei Typ-2-Diabetes

Zuckerwerte bei drei Viertel der Patienten unzureichend

SAN DIEGO (ner). Diabetologen haben beim US-amerikanischen Diabetes-Kongreß in San Diego in Kalifornien einen Paradigmenwechsel bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern gefordert. Es müsse mit möglichst einfachen Strategien frühzeitig mit der Insulintherapie begonnen werden.

Diabetiker spritzt Insulin. Viele erreichen keinen HbA1c unter sieben Prozent. Foto: AOK Mediendienst

Nach neun Jahren erreichen drei von vier Typ-2-Diabetikern nicht das Therapieziel eines HbA1c von weniger als sieben Prozent, hieß es beim Jahreskongreß der American Diabetes Association (ADA). Eine einfache Methode, um dieses Ziel zu verwirklichen, hat Professor Stewart Harris von der University of Western Ontario in London in Kanada vorgestellt.

Er hat langjährigen Typ-2-Diabetikern das langwirksame Basalinsulin Insulin glargin (Lantus®) einmal täglich abends vor dem Zubettgehen verordnet. Beginnend mit 10 Einheiten pro Tag sollten die Patienten die Dosis selbständig täglich um eine Einheit steigern, bis sie einen Nüchternblutzucker von weniger als 100 mg/dl erreicht hatten.

Insgesamt waren an der offenen Praxisstudie INSIGHT (Implementing New Strategies with Insulin Glargine for Hyperglycemia Therapy) 405 Typ-2-Diabetiker beteiligt, die zumeist bereits seit Jahren auf ein oder zwei orale Antidiabetika eingestellt seien, so Harris bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Sanofi-Aventis.

Der Ausgangs-HbA1c-Wert lag bei durchschnittlich 8,6 Prozent. Die Hälfte der Patienten erhielt Insulin glargin nach dem beschriebenen Schema, die andere Hälfte versuchte das Behandlungsziel eines HbA1c von mindestens 6,5 oder 7,0 Prozent mit der oralen Medikation und/oder Diät zu erreichen.

Nach 24 Wochen haben die Studienärzte bei 17,5 Prozent der Teilnehmer mit Insulin glargin einen HbA1c-Wert von 6,5 Prozent oder weniger gemessen, in der Kontrollgruppe jedoch nur bei 10,6 Prozent. Werte von 7 Prozent oder weniger erreichten unter Verum etwa die Hälfte der Diabetiker, dagegen nur ein Drittel der Patienten unter konservativer Therapie.

Die schärfere Einstellung des Glukosestoffwechsels hatte auch positive Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel. Eine erhöhte Hypoglykämie-Gefahr gab es in der Gruppe der Patienten, die mit Insulin behandelt wurden, nicht.

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