Software fördert Motivation von Diabetikern

BAD ORB (djb). Bestandteil einer erfolgreichen Diabetes-Therapie ist die aktive Mitarbeit der Patienten bei der Risikominderung. Es kann jedoch sehr schwierig sein, das persönliche Risikoprofil eines Diabetikers realistisch einzuschätzen und eine fundierte Prognose zu formulieren, sagte Dr. Diethard Sturm aus Hohenstein-Ernstthal.

Veröffentlicht:

Ein neues Diabetes-Management-Konzept für die Praxis ist der Accu-Chek® Mellibase Risiko- und Potentialbericht, der Patienten eine detaillierte Analyse ihres Gesundheitsstatus an die Hand gibt und Wege zeigt, wie sie Risiken minimieren und ihre Prognose verbessern können. Das sagte Sturm, der stellvertretender Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes ist, bei einem Workshop Roche Diagnostics.

Das Programm erfaßt und bewertet die Patientendaten und liefert einen Arzt- sowie einen Patientenbericht. Der Patient erhält eine evidenzbasierte Analyse seiner Zehn-Jahres-Risiken im Hinblick auf fünf häufige Diabetesfolgen, etwa Herzinfarkt oder Amputation. Diese dient als Basis für das Gespräch über persönliche Gesundheitschancen und geeignete Maßnahmen, wie diese Chancen genutzt werden können.

    Grundlage sind Daten von über 80 Studien.
   

Anhand eines Folgeberichts wird bei der nächsten Beratung deutlich, inwieweit der Patient die gemeinsam gesetzten Ziele erreicht hat. Das dem Programm zugrundeliegende Krankheitsmodell berücksichtigt die Erkenntnisse von über 80 Langzeit- und Therapiestudien.

Wie erfolgreich der Bericht ist, belegten die Daten einer Beobachtungsstudie mit 158 Typ-2-Diabetikern, die auf der Veranstaltung vorgestellt wurden: Der Anteil der Hochrisikopatienten ging um etwa 50 Prozent zurück. Zentrale Risikofaktoren wie HbA1c, Blutdruck, Gesamtcholesterin und BMI verbesserten sich signifikant, der Anteil der Raucher nahm um elf Prozent ab.

Bis zur Übernahme durch die Kassen kostet der Risiko- und Potentialbericht Patienten als Status- und als Folgebericht jeweils 55 Euro. Die Beratungszeit kann nach der GOÄ abgerechnet werden.

Weitere Infos zum Bericht unter www.accu-chek.de/mellibase

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Künstliche Intelligenz

Algorithmen-gestützte Telemedizin bei Typ-1-Diabetes

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten