Forschung und Praxis, 26.06.2006

Diabetes-Nannis für diabeteskranke Kinder

Prof. Diethelm Tschöpe: Die Diabetes-Nannis erleichtern den Familien den Umgang mit der Erkrankung ihrer Kinder. Foto: eh

Viele Familien mit an Diabetes erkrankten Kindern sind überfordert, wenn es darum geht, die mit der Erkrankung zusammenhängenden Probleme eigenständig zu bewältigen. Daher hat die Stiftung Dianiño im vergangenen Jahr das Projekt "Diabetes-Nanni" ins Leben gerufen.

Hierbei erhalten Diabetesberaterinnen eine psychologische Zusatzausbildung und betreuen die betroffenen Familien zu Hause - in Kooperation mit Kinderärzten und Diabetologen. Ziel ist es, den Familien mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie anzuleiten, anstehende Probleme selbständig zu lösen.

Über erste Erfolge dieses Projektes, das vom Unternehmen Becton und Dickinson unterstützt wird, hat die Stiftung Dianiño in Leipzig berichtet. So seien bereits Familien in Nordrhein-Westfalen von Diabetes-Nannis erfolgreich betreut worden.

Zum Beispiel berichtete eine Nanni von ihren Erfahrungen mit einer Familie, die die Geburt ihres zweiten Kindes erwartete. Die Eltern seien mit den Geburtsvorbereitungen stark belastet gewesen. Während dieser Zeit habe sie sich um das diabeteskranke Kind gekümmert, damit es weiterhin optimal versorgt wird.

Die Tätigkeit der Nanni erleichtere den Familien den Umgang mit dem Diabetes. Das könne sich außerordentlich positiv auf die weitere medizinische Betreuung der diabeteskranken Kinder auswirken, so Professor Diethelm Tschöpe vom Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen. (eb)

Infos unter: www.stiftung-dianino.de

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