Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 24.10.2006

Neue Fixkombination für Typ-2-Diabetiker

Metformin und Piaglitazon gibt es jetzt in einer Tablette / Für beide Kombipartner ist Gefäßprotektion belegt

NÜRNBERG (feb). Seit Oktober gibt es für Typ-2-Diabetiker eine neue Therapieoption: Die Fixkombination aus Pioglitazon und Metformin (competact® 15mg/850mg). Das Präparat ist für Typ-2-Diabetiker indiziert, besonders für übergewichtige Patienten, die mit oraler Monotherapie mit Metformin trotz der maximalen Dosen keine ausreichende Blutzuckersenkung erreichen.

Nicht ausreichend gesenkt ist der Blutzucker bei einem erheblichen Teil der Patienten. Nur etwa 44 Prozent der zwei Millionen mit Metformin behandelten Diabetiker erhalten eine Monotherapie. Die meisten Patienten sind zumindest nach einiger Zeit mit Metformin allein nicht mehr ausreichend therapiert.

In der neuen Kombination ergänzen sich der Klassiker Metformin und Pioglitazon in ihrer Wirkung: Metformin reduziert die hepatische Glukoseproduktion; Pioglitazon erhöht die Insulinsensitivität von Leber-, Fett- und Skelettmuskelzellen.

"Daher erscheint die Fixkombination von Metformin und Pioglitazon besonders sinnvoll und wird vermutlich die medikamentöse Therapie der Typ-2-Diabetiker im Hinblick auf die Effektivität verbessern", sagte Dr. Peter Bosiljanoff aus München bei einer Veranstaltung des Unternehmens Takeda Pharma in Nürnberg.

Beide Kombinationspartner senken nicht nur den Blutzucker, sondern wirken zudem gefäßprotektiv und reduzieren das bei Diabetikern erhöhte Risiko für kardiovaskuläre Symptome. So wurde für Metformin zumindest in einer retrospektiven Subgruppenanalyse der Studie UKDS* eine Senkung der Sterberate belegt.

Für Pioglitazon belegte die PROactive**-Studie, eine prospektive Endpunkt-Studie über knapp drei Jahre, daß mit dem Insulinsensitizer der Endpunkt kardiovaskuläre Symptome (Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall) in der Sekundärprävention um 16 Prozent (12,3 versus 14,4 Prozent) reduziert ist.

In der Subgruppe der Diabetiker, die bereits einen Herzinfarkt gehabt hatten, war die Reinfarktrate mit 5,3 Prozent versus 7,2 Prozent um nahezu ein Drittel vermindert.

*United Kingdom Prospective Diabetes Study

** PROspective pioglitAzone Clinical Trial In macroVascular Events Study

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »