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Urokinase-Therapie kann Beine von Diabetikern retten

WIESBADEN (djb). Bei diabetischem Fußsyndrom (DFS) und chronischer kritischer Extremitätenischämie (CLI) kann Urokinase Amputationen verhindern.

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In eine prospektive Phase-II-Studie wurden 77 Patienten mit angio- oder angioneuropathischem diabetischem Fußsyndrom mit CLI aufgenommen, bei denen eine operative oder interventionelle Revaskularisierung nicht möglich war.

Die Patienten wurden für drei Wochen einmal täglich mit 1 Million oder 500 000 IE Urokinase (Urokinase HS medac) behandelt, hat Professor Sebastian Schellong vom Uniklinikum in Dresden berichtet. Im Mittel erhielten die Patienten, die erhöhte Fibrinogenspiegel von 4,0 g / l aufweisen mussten, 18 intravenöse Kurzinfusionen. Die Daten von 75 Patienten konnten ausgewertet werden.

Der Behandlungsversuch mit Urokinase habe bei den schwerkranken Patienten erfreuliche Ergebnisse erzielt, betonte Schellong bei einem vom Unternehmen medac unterstützten Symposium. Die kumulative Zwölf-Monatsinzidenz komplett abgeheilter Fußläsionen betrug 82 Prozent. Nur bei 19 Prozent der Patienten musste eine Majoramputation gemacht werden. Nach zwölf Monaten lebten noch 85 Prozent der Patienten, 69 Prozent hatten die Nachbeobachtungszeit ohne Majoramputation überlebt.

Als schwere unerwünschte Wirkungen wurden beobachtet: je eine zerebrale Blutung, Blutung beider Unterschenkel und Hypotonie mit Eintrübung. Vier Patienten erlitten eine nicht schwerwiegende Blutung.

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