Ärzte Zeitung, 04.05.2007

Erbgutschäden in Spermien von Diabetikern

CAMBRIDGE (ddp). Männer mit Diabetes haben qualitativ schlechtere Spermien als gesunde Männer. Das hat eine Studie aus Nordirland ergeben.

Die Forscher verglichen Sperma von 27 Diabetikern mit dem von 29 Gesunden (Human Reproduction, online). Die Konzentration, die Beweglichkeit und das Aussehen der Spermien waren ähnlich.

Unterschiede gab es allerdings bei der Analyse der Erbsubstanz der Keimzellen: Die DNA der Spermienzellkerne und die DNA der Mitochondrien in den Proben der Diabetiker unterschied sich signifikant von den Proben der Gesunden.

So war der Anteil fragmentierter Erbsubstanz in den Kernen der Diabetikerkeimzellen mehr als eineinhalbmal so hoch wie bei der Kontrollgruppe. Ähnliche DNA-Schäden waren bereits in früheren Studien mit einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten in Zusammenhang gebracht worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »