Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 14.11.2007

Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen - schon 1 von 100 betroffen

Beim Typ-1-Diabetes mellitus steigt die Inzidenz allmählich / Bei der Typ-2-Form ist die Zunahme rasant

"Diabetes bei Kindern und Jugendlichen" ist Thema des heutigen Welt-Diabetes-Tages. Denn die Inzidenz des Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen steigt jährlich um drei bis vier Prozent. Typ-2-Diabetes war für junge Menschen bisher kein Thema. Das ändert sich nun rasant.

Kurzwirkame Insuline haben für Kinder große Bedeutung.

Im letzten Jahrzehnt haben für Typ-1-Diabetiker im Kindes- und Jugendalter die intensivierte kontinuierlichte Therapie (ICT) und die Insulinpumpentherapie (CSII) erheblich zugenommen, berichtet Professor Walter Burger von den DRK-Kliniken Westend in Berlin (Diabetologe, 3, 2007, 336). Besonders die Pumpentherapie habe sich für Kinder im Vorschulalter etabliert, berichtet Burger.

Von den Basalinsulinen sind mangels ausreichender Erfahrungen Insulin glargin und Insulindetemir für die Altersgruppe der unter sechsjährigen noch nicht zugelassen. Beide scheinen verglichen mit NPH-Insulinen eine bessere Stabilität der Basisinsulinspiegel, bessere Blutzuckerwerte morgens und weniger Hyperglykämien in der Nacht zu ermöglichen, so der Kinderdiabetologe. Zur prandialen Insulintherapie werden oft kurz wirkende Analoga nach der Mahlzeit verwendet. Dies ist gerade bei jungen Kindern vorteilhaft, weil oft nicht absehbar ist, wieviel sie essen. Derzeit ist Insulin lispro für jedes Alter zugelassen, Insulin aspart nach dem zweiten Lebensjahr und Insulin glulisin nach dem sechsten.

Beim Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen wird weltweit eine dramatische Steigerung registriert, in Deutschland haben 7 Prozent eine gestörte Glukosetoleranz und jeder 100. Diabetes, berichtet Privatdozent Thomas Reinehr von der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln (Diabetologe 3, 2007, 364).

Reinehrs Forderung: Übergewichtige Jugendliche mit Risikofaktoren sollten jährlich mit einem oralen Glukosetoleranztest auf Diabetes vom Typ 2 getestet werden, da HbA1c oder Nüchternglukose-Konzentration nicht sensitiv genug sind. Bei Misserfolg der Lebensstilintervention ist nach drei Monaten eine Pharmakotherapie mit Metformin als Mittel der Wahl indiziert. Andere orale Antidiabetika sind off label. Erster Schritt einer Insulin-Therapie wäre ein Langzeitinsulin am Abend oder ein kurz wirksames Insulin zur Mahlzeit. Behandelt wird analog zu den Empfehlungen für Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen. (Rö)

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