Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 20.05.2008

Demenzrisiko steigt mit Blutzucker

Kognitive Defizite sogar bei Nicht-Diabetikern mit reduzierter Glukosekontrolle

MÜNSTER (hbr). Ein erhöhter Blutzucker scheint schon bei alten Menschen ohne manifesten Diabetes zum geistigen Abbau beizutragen. Das hat eine Analyse von HbA1c-Werten und kognitiver Leistungsfähigkeit ergeben.

 Demenzrisiko steigt mit Blutzucker

Blut für die Zuckermessung: Je höher der HbA1c-Wert, desto höher ist das Demenzrisiko.

Foto: Keith Frith©www.fotolia.de

Gibt es auch bei Nicht-Diabetikern Zusammenhänge zwischen Blutzuckerkontrolle und geistiger Leistungsfähigkeit? Dieser Frage sind Professor Stefan Knecht und seine Kollegen in der Münsteraner Gesundheitsstudie nachgegangen. Nach Studiendaten können erhöhte Glukosewerte die geistige Leistung beeinträchtigen. So sind bei Typ-2-Diabetikern die Merkfähigkeit und andere kognitive Leistungen leicht verringert, berichtete der Neurologe von der Uniklinik Münster. Zudem erkranken 7 bis 13 Prozent der Typ-2-Diabetiker an Demenz. Morbus Alzheimer ist bei Diabetikern 1,5- bis 2-mal häufiger als in der Normalbevölkerung und vaskuläre Demenz 2- bis 2,5-mal häufiger.

Schädigungen wurden ab einem HbA1c von 6,1 Prozent registriert.

In Münster haben der Neurologe und seine Kollegen 286 Personen ohne Diabetes im mittleren Alter von 63 Jahren untersucht. Dabei wurden der HbA1c-Wert gemessen, kognitive Fähigkeiten geprüft, das Hirnvolumen ermittelt und nach Schädigungen der weißen Substanz gesucht. Jeder dritte Teilnehmer der Studie hat Bluthochdruck und ähnlich viele eine Dyslipidämie.

Das Ergebnis: Der durchschnittliche HbA1c-Wert betrug 5,7 Prozent. Und: "Ab einem HbA1c von 6,1 Prozent können wir eine Schädigung feststellen, besonders bei Lernen und Gedächtnis", sagte Knecht beim Diabetes-Kongress in Münster.

Möglicherweise hängt das mit Schäden in der weißen Substanz zusammen. Denn bei hochnormalem HbA1c kommt es zu einer leicht erhöhten Demyelinisierung - allerdings nicht in einem Maß, das den Umfang der Schäden erklären würde. Auch stellten die Forscher bereits bei gering erhöhten HbA1c-Werten eine Assoziation mit einer Gehirnatrophie fest - die Werte korrelieren mit Volumen, Lern- und Merkfähigkeit. Und das, sagte Knecht, hatte auch nach der Bereinigung von Risikofaktoren Bestand.

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