Ärzte Zeitung, 10.04.2008

Das sagt eine Diabetologin

"Studienergebnisse passen nicht in die Alltagsrealität"

Es stimme nicht, dass langwirksame Insulinanaloga keine Vorteile für Typ-2-Diabetiker hätten, sagt Dr. Eva-Maria Fach aus Rosenheim. Die niedergelassene Diabetologin nennt Beispiele: Die abendliche Therapie mit einem solchen Präparat hat Vorteile für alte Patienten, die vom Sozialdienst betreut werden. Die Injektion kann dann beim Abendessen gemacht werden. Dies ist auch günstig für Patienten, die gerne früh ins Bett gehen. Mit den Substanzen gibt es auch weniger nächtliche Hypoglykämien als mit normalem NPH-Insulin. Für berufstätige Typ-2-Diabetiker reicht die Therapie mit NPH-Insulin meist nicht aus, so die Erfahrung der Diabetologin. Sie müssen untertags spritzen, was bedeutet, dass auch Zwischenmahlzeiten nötig werden. Wichtig ist, dass die Insulintherapie mit der Berufstätigkeit kompatibel ist. Es gibt besonders zwei Berufsgruppen, die mit einem langwirksamen Insulinanalogon besser zurecht kommen: Schichtarbeiter und Kraftfahrer. Zudem erleichtert diese Therapie den Einstieg in die Insulintherapie.

(Rö)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »