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Manche spritzen zu wenig Insulin - fataler Abnehmtrick bei Diabetes

BOSTON (jma). Viele junge Diabetikerinnen wenden einen gefährlichen Trick an, um abzunehmen: Sie spritzen weniger Insulin. Spezialisten warnen: Dies erhöht das diabetesbedingte Sterberisiko auf das dreifache. Ein erster Hinweis auf das riskante Verhalten ist eine Diskrepanz zwischen den Blutzuckerwerten und dem HbA1C .

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Abnehmen um jeden Preis: Manche Diabetikerinnen riskieren Gesundheitsschäden und frühen Tod fürs Idealgewicht.

Abnehmen um jeden Preis: Manche Diabetikerinnen riskieren Gesundheitsschäden und frühen Tod fürs Idealgewicht.

© Foto: ZM Photographywww.fotolia.de

Weniger Insulin führt zu mehr Glukose im Blut und schließlich zu einem Ausschwemmen von Kalorien über den Urin, erklärt Dr. Eva-Maria Fach, Diabetologin aus Rosenheim. Diese Art des Abnehmens (Insulin-Purging) ist offenbar für viele Frauen mit Typ-1-Diabetes reizvoll. "Sie wollen abnehmen und spritzen gerade so viel, dass sie nicht ins Koma kommen", sagte Fach zur "Ärzte Zeitung". Häufig betroffen sind Frauen mit Ess-Störungen wie Bulimie.

Wie gefährlich dieses Verhalten ist, hat eine US-Studie ergeben. Von 234 Typ-1-Diabetikerinnen im mittleren Alter von 45 Jahren mit durchschnittlich 28 Jahren Diabetesdauer spritzten 30 Prozent, bewusst weniger Insulin (Diabetes Care 31, 2008, 1).

In den elf Jahren Studiendauer starben insgesamt 26 Frauen. Das mittlere Sterbealter bei Insulin-Purging betrug 44 Jahre im Vergleich zu 58 Jahren bei guter Compliance. Es ergab sich ein dreifach erhöhtes Sterberisiko für Frauen mit Insulin-Purging. 25 Prozent (im Vergleich 10 Prozent) hatten Nierenschäden.

Bei einer Diskrepanz zwischen den Blutzuckerwerten und dem HbA1C müssen Kollegen aufmerksam werden, riet Fach.

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