Direkt zum Inhaltsbereich

"Heute muss sich niemand mehr vor Insulin fürchten"

AUGSBURG (sto). Fast 80 Prozent der Diabetiker leiden an Spätfolgen ihrer Erkrankung. Liegen die HbA1c-Werte über 7 Prozent, ist der Blutzucker dauerhaft zu hoch, werden Blutgefäße und Nervenbahnen geschädigt.

Veröffentlicht:

Der HbA1c-Wert sei das "Blutzuckergedächtnis für das vergangene Vierteljahr", erinnerte Professor Petra-Maria Schumm-Draeger bei der Veranstaltung "Gesünder unter 7" in Augsburg. "Wenn bei einem Diabetiker die HbA1c-Werte über 7 Prozent liegen, muss die Behandlung dringend verbessert werden", hat die Diabetes-Spezialistin vom Städtischen Klinikum München betont.

Dass die Zielwerte bei Diabetikern nicht erreicht werden, ist bekannt. Bei HbA1c-Werten über 7 ist das Risiko für Schäden an Blutgefäßen und Nerven besonders hoch, was zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Schäden an Augen und Nieren führen kann, erinnerte die Endokrinologin bei der Veranstaltung von Sanofi-Aventis.

Wenn bei einem Diabetiker orale Blutzucker-senkende Arzneien kombiniert mit gesunder Ernährung und Sport nicht mehr für eine gute Stoffwechseleinstellung ausreichen, sollte eine Insulin-Therapie begonnen werden, so Schumm-Draeger. "Heute muss sich niemand mehr vor einer Insulinbehandlung fürchten", sagte sie. "Die meisten fühlen sich viel besser, wenn sie auf Insulin umgestellt sind", berichtete sie. Langwirksame Basalinsuline, die nur einmal täglich gespritzt werden, hätten die Therapie entscheidend erleichtert.

www.gesuender-unter-7.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt