Ärzte Zeitung, 15.07.2009

Gremium von Experten nimmt zu Lantus® Stellung

PARIS (eb). Wie das Unternehmen Sanofi-Aventis mitteilt, haben internationale Diabetes-Experten zu den kürzlich in "Diabetologia" veröffentlichten Studien zu Insulin glargin (Lantus®) nach einer gründlichen unabhängigen Bewertung eine Stellungnahme abgegeben.

Darin kommen sie zu dem Schluss, dass alle vier veröffentlichten Arbeiten signifikante methodische Mängel und Defizite haben. Es ergäben sich daraus inkonsistente und unschlüssige Ergebnisse für eine mögliche Verbindung zwischen dem Gebrauch von Insulin glargin und einem erhöhten Krebsrisiko. Das hat der Diabetologe Professor Matthew Riddle von der Universität von Oregon in Portland in den Vereinigten Staaten von Amerika betont. Aus den veröffentlichten Ergebnissen ergebe sich kein Anlass, für die Patienten neue klinische Empfehlungen zu geben.

Das Statement ist von 14 internationalen Experten aus den Fachgebieten Endokrinologie, Onkologie und Epidemiologie unterzeichnet worden, nachdem sie die Veröffentlichungen unabhängig voneinander sorgfältig geprüft hatten. Die Empfehlung aller Experten und befassten Behörden gipfelten darin, dass keine definitiven Schlüsse gezogen werden könnten.

Die Experten schlagen eine Reihe von Maßnahmen vor, die zu einer definitiven Klärung der Situation führen sollen. Die Empfehlungen sind im Internet zu lesen.

Weitere Informationen gibt es beim Unternehmen Sanofi-Aventis unter www.sanofi-aventis.com

Lesen Sie dazu auch:
Medienberichte zu Lantus® im Internet
Kein erhöhtes Krebsrisiko für Glargin in einer Langzeitstudie
Verunsicherung zu Lantus® - "der Sündenfall des IQWiG"
Lantus®-Nutzer unnötig verunsichert

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »