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Hypoglykämien: Da nimmt wohl auch das Herz Schaden

WIEN (Rö). Ein wichtiges Ziel bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern ist es, Hypoglykämien zu vermeiden - auch in Hinblick auf das Herz. Das belegt eine Fallkontrollstudie, die jetzt vorgestellt worden ist. Danach ist das Risiko eines Herzinfarktes in den zwei Wochen nach einer Hypoglykämie um zwei Drittel erhöht.

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Modell eines Herzens mit symbolisiertem Herzinfarkt.

Modell eines Herzens mit symbolisiertem Herzinfarkt.

© Foto: Sebastian KaulitzkiFotolia.com

Das erhöhte Risiko für einen Herzinfarkt nach Hypoglykämie bleibt auch langfristig bestehen. So ist innerhalb von sechs Monaten nach einer Hypoglykämie die Infarktrate noch um 20 Prozent erhöht und im gesamten Einjahreszeitraum immerhin noch um zwölf Prozent.

"Seien Sie aufmerksam bei Therapien, die das Risiko für eine Hypoglykämie erhöhen können. Denn diese haben Risiken, die bisher unterschätzt worden sind." Diesen Appell hat Dr. Donald R. Miller von der Universität in Boston im US-Staat Massachusetts aufgrund der Studienergebnisse beim Europäischen Diabetes-Kongress in Wien an alle Kollegen gerichtet, die Diabetes-Kranke betreuen. In den neuen DDG-Leitlinien für Typ-2-Diabetiker hat das Vermeiden von schweren Hypoglykämien oberste Priorität.

Für die Fallkontrollstudie hat Miller Daten von mehr als 63 000 in der Dokumentation der Veterans Affairs erfassten Diabetikern analysiert. Berücksichtigt wurden nur Daten von Patienten ohne Herzinfarkt, akutes Koronarsyndrom oder Herzchirurgie in der Anamnese.

Bisher schon waren Hypoglykämien mit einem erhöhtem Demenz-Risiko in Verbindung gebracht worden.

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