Ärzte Zeitung, 27.09.2010

Benfotiamin schützt Herzen vor Schäden durch Diabetes

STOCKHOLM (eb). Eine Vorstufe des Vitamin B1, das Thiamin, könnte bei Diabetikern das erhöhte Risiko für Herzerkrankungen senken. Darauf lassen experimentelle Daten britischer Wissenschaftler um Dr. Rajesh Katare vom Herz-Institut der Universität Bristol schließen. Sie sind beim Kongress der Europäischen Diabetes-Gesellschaft in Stockholm vorgestellt worden.

Wie die Gruppe um Katare in zell- und tierexperimentellen Studien belegt hat, wirkt sich die Hyperglykämie über komplexe biochemische Mechanismen schädigend auf das Herz aus: die Herzzellen und ihre Vorläuferzellen altern schneller, sie sterben rascher ab und haben schlechtere Reparaturmechanismen. Und die Forscher haben auch tierexperimentell nachgewiesen, dass Benfotiamin diese negativen Effekte hemmt. Die Überlebensrate diabetischer Ratten nach einem Herzinfarkt wurde erhöht. Die Apoptose von Herzzellen wurde gebremst und die Bildung neuer Blutgefäße gefördert. Daten dazu wurden bereits online publiziert (J Mol Cell Cardiol, 2010).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »