Mittelmeer-Diät halbiert Diabetes-Risiko

REUS (ob). Eine tägliche Ernährung, die sich an der sogenannten Mittelmeer-Diät orientiert, halbiert das Risiko für einen Diabetes mellitus - auch ohne Verringerung der Kalorienzufuhr, ohne Gewichtsreduktion oder verstärkte körperliche Aktivität, wie Forscher jetzt herausfanden.

Veröffentlicht:
Fisch und Nüsse als wichtige Bestandteile der Mittelmeerkost: das Diabetes-Risiko lässt sich damit offenbar um bis die Hälfte reduzieren.

Fisch und Nüsse als wichtige Bestandteile der Mittelmeerkost: das Diabetes-Risiko lässt sich damit offenbar um bis die Hälfte reduzieren.

© Leonid Nyshko / fotolia.com

Beobachtet wurde diese Risikoreduktion in der jetzt publizierten Substudie einer laufenden großen Ernährungsstudie in Spanien (Diabetes Care online). In dieser Substudie sind 418 Personen ohne Diabetes-Erkrankung drei Gruppen zugeteilt worden, die sich durch ihre Ernährungsgewohnheiten unterschieden.

Personen in der Kontrollgruppe wurden in fettarmer Kost unterwiesen. In den beiden übrigen Gruppen sollte dagegen regelmäßig "Mittelmeer-Kost" auf den Tisch kommen, bestehend aus vermehrtem Obst-, Gemüse- und Fischkonsum und eingeschränktem Genuss von rotem Fleisch und Wurstwaren.

Die beiden "mediterranen" Gruppen unterschieden sich durch eine wesentliche Nuance: Die eine wurde zum freizügigen Gebrauch von Olivenöl, die andere zum reichhaltigen Genuss von Nüssen animiert. Ratschläge zur Kalorienrestriktion oder körperlichen Aktivität wurden von den Wissenschaftlern nicht erteilt.

Dementsprechend gab es im vierjährigen Beobachtungszeitraum in puncto Körpergewicht und körperliche Bewegung auch keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen.

Sehr deutlich unterschieden sie sich dafür in puncto Diabetes-Entwicklung: Während im Falle der mediterranen Kost 10,1 Prozent (Olivenöl-Gruppe) und 11,0 Prozent (Nüsse-Gruppe) der Teilnehmer einen manifesten Diabetes entwickelt, lag die Inzidenzrate in der Kontrollgruppe bei 17,9 Prozent.

Auf Basis der gepoolten Daten beider Gruppen mit "Mittelmeer-Kost" ergab sich eine relative Reduktion des Diabetesrisikos um 52 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe mit fettarmer Ernährung.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Reden ist gut, Handeln ist besser

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Wundheilung

Ulcus cruris venosum: Was für die Kompressionstherapie wichtig ist

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Weltkrebstag 2026

Was es für die optimale Krebsversorgung auf dem Land braucht

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Älterer Mann fasst sich an die linke Brust, Herzschmerzen

© iammotos / stock.adobe.com

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: So sieht die optimale Therapie (derzeit) aus

Vernetzte Menschen

© SMART.art / stock.adobe.com

Weltkrebstag 2026

Was es für die optimale Krebsversorgung auf dem Land braucht