Ärzte Zeitung, 15.11.2010

Weitere Hinweise auf Krebsschutz durch Metformin

NEU-ISENBURG (eis). Hinweise, dass eine Therapie mit Metformin Diabetiker vor Krebs schützen könnte, werden jetzt durch zwei weitere Studien gestützt. So haben chinesische Forscher mehr als 2600 Patienten mit Typ-2-Diabetes im Mittel über fünf Jahre nachverfolgt. Etwa fünf Prozent entwickelten in dieser Zeit eine Krebserkrankung.

Bei den Patienten, die nicht mit Metformin behandelt wurden, waren die Krebsraten um das Zwei- bis Dreifache erhöht. Die Einflüsse von Risikofaktoren wie fortgeschrittenes Alter, Alkoholkonsum und Rauchen wurden dabei herausgerechnet (Diabetes Care online). Je höher die Metformin-Dosis war, desto geringer sei dabei das Krebsrisiko gewesen.

In einer italienischen Studie war zudem die Krebsrate bei Diabetikern mit Metformin-Therapie nur etwa halb so hoch wie bei Diabetikern ohne Metformin (Diabetes Care online). Die Forscher geben allerdings zu bedenken, dass ein krebsschützender Effekt von Metformin nur in einer prospektiven randomisierten Studie belegt werden kann. Die neuen Daten sprechen aber für die Hypothese einer solchen Schutzwirkung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »