Ärzte Zeitung, 17.02.2011

Mutation schützt vor Krebs und Diabetes

BUENOS AIRES (dpa). Eine Gruppe von etwa 100 kleinwüchsigen Menschen in Ecuador erkrankt fast nie an Diabetes oder Krebs. Bei dieser überraschenden Resistenz scheint eine Genmutation wichtig zu sein.

So fanden Forscher heraus, dass bei allen Menschen, die fast nie an altersbedingtem Diabetes oder an Krebs erkrankten, das Wachstumshormon GHR mutiert ist. Die Blockade des GHR-Gens könnte auch in ausgewachsenen Menschen eine ähnliche Wirkung haben wie bei den Kleinwüchsigen in Ecuador.

Bei den Menschen in Ecuador handele es sich um eine kleine Gruppe von Nachfahren spanischer Juden, die zum Katholizismus übertraten, um der Inquisition zu entgehen, schreiben die Forscher.

Die Mutationen an dem menschlichen GHR-Gen seien den lebensverlängernden Genveränderungen in einfachen Organismen wie der Bäckerhefe sehr ähnlich.

Unter anderem würden sich Zellen mit dieser Genmutation unter schädigenden Umwelteinflüssen eher selbst zerstören, als DNA-Schäden anzusammeln wie im normalen Zustand.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »