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Augencheck bei Schwangeren mit Diabetes!

MAINZ (eis). Bei schwangeren Frauen mit Diabetes besteht die Gefahr, dass sich eine Retino- pathie stark verschlechtert. In einer dänischen Studie war bei 6 von 100 Typ-1-Diabetikerinnen das Augenlicht bedroht.

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Bei Schwangeren mit Diabetes ist das Augenlicht in Gefahr.

Bei Schwangeren mit Diabetes ist das Augenlicht in Gefahr.

© endostock / fotolia.com

An der prospektiven Studie von Forschern des Reichshospitals in Kopenhagen nahmen 102 schwangere Diabetikerinnen teil (Diab Med 2010; 27: 431). Der Diabetes bestand bei ihnen im Median 16 Jahre und der HbA1c lag im ersten Trimenon bei 6,7 Prozent. 63 Prozent der Frauen hatten eine Retinopathie und 16 Prozent eine Makulapathie.

Bei knapp jeder dritten Frau (27 Prozent) kam es zur Progression der Retinopathie in der Schwangerschaft, dabei drohten sechs Frauen (6 Prozent) zu erblinden. Insgesamt verschlechterte sich die Sehkraft bei drei Frauen und vier erhielten eine Lasertherapie.

Schwangere mit Progression zu einer bedrohlichen Retinopathie hatten besonders häufig ein Makulaödem, eingeschränkte Sehkraft oder erhöhten Blutdruck in der Frühschwangerschaft. Schwere Hypoglykämien waren nicht mit Augenkomplikationen assoziiert.

Dr. Helmut Kleinwächter empfahl beim Diabetes Update in Mainz, alle schwangeren Diabetikerinnen in jedem Trimenon (d.h. dreimal!) von einem besonders qualifizierten Augenarzt mit Netzhaut-Expertise in erweiterter Pupille (Mydriasis) untersuchen zu lassen. Ein Warnzeichen sei dabei ein Makulaödem, betonte der Diabetologe aus Kiel. Auch seien Frauen mit erhöhtem Blutdruck oder auch anfangs sehr hohen HbA1c-Werten und schnellem HbA1c-Abfall besonders sorgfältig zu überwachen, so Kleinwächter.

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