Direkt zum Inhaltsbereich

ACE-Hemmer und Sartane senken das Risiko für Diabetes

ROM (ob). Bei Patienten mit erhöhtem Diabetesrisiko, die eine Behandlung zur Blutdrucksenkung oder kardiovaskulären Prävention benötigen, sollten ACE-Hemmer oder AT1-Rezeptorblocker (Sartan) die bevorzugte Medikation sein.

Veröffentlicht:
Hypertonie und erhöhtes Diabetesrisiko? ACE-Hemmer und Sartane sind die idealen Partner.

Hypertonie und erhöhtes Diabetesrisiko? ACE-Hemmer und Sartane sind die idealen Partner.

© photos.com

Denn mit beiden Substanzklassen ist es möglich, das Diabetesrisiko signifikant zu verringern. Das belegen Ergebnisse einer neuen Metaanalyse, die eine Arbeitsgruppe um Professor Massimo Volpe aus Rom jetzt publiziert hat (American Journal of Hypertension 2011; 24: 582).

Grundlage dieser Analyse bildeten die Daten aus elf randomisierten placebokontrollierten Studien mit insgesamt 84.363 beteiligten Patienten. In fünf Studien sind ACE-Hemmer, in sechs Studien Sartane mit Placebo verglichen worden.

In den meisten Studien war die Inzidenz eines neu aufgetretenen Typ-2-Diabetes ein sekundärer und in zwei Studien ein primärer Endpunkt. Die Beobachtungsdauer betrug im Schnitt rund vier Jahre.

RAS-Blockade senkte das relative Diabetesrisiko

In den ACE-Hemmer-Studien lag die Diabetes-Inzidenzrate in der Verumgruppe bei 8,5 Prozent und in der Placebogruppe bei 9,3 Prozent. In den Studien mit Sartan-Therapie betrug die entsprechende Inzidenzrate 12,4 Prozent (Verum) und 14,2 Prozent (Placebo).

Die Blockade des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) mit ACE-Hemmern oder Sartanen war demnach mit einer signifikanten relativen Reduktion des Risikos für eine neu aufgetretene Diabetes-Erkrankung um 16 Prozent im Vergleich zu Placebo assoziiert.

Die neue Metaanalyse bestätigt zudem den günstigen Einfluss beider Substanzgruppen auf die Mortalität, wobei die kardiovaskuläre Sterberate signifikant und die nicht kardiovaskulär bedingte Mortalität tendenziell reduziert wurde.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Ein-Stunden-Wert im oGTT

Normoglykämisch – trotzdem Diabetes-gefährdet?

Blutbild verrät Endotyp

Vier Immunendotypen des Typ-2-Diabetes: Das zeichnet sie aus

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Dreidimensionale medizinische Illustration des Varicella-Zoster-Virus, einem Virus das Windpocken, Hautblasen, Nesselsucht, Wunden und Gürtelrose verursacht.

© Corona Borealis / stock.adobe.com

Atypische Symptome

Kasuistik: Periphere Fazialisparese mit erstaunlicher Ursache

MRT-Bild eines Schädels, das im linken Auge eine Netzhautablösung zeigt.

© James Cavallini / Science Photo Library

Aufklärung zu Risikogruppen essenziell

Netzhautablösung: Warnzeichen rechtzeitig erkennen