Diabetes

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Ärzte Zeitung, 15.09.2011

HbA1c und Herzschwäche: Es gibt Verknüpfungen

LISSABON (ob). Hohe HbA1c-Werte sind bekanntlich Zeichen einer schlechten Stoffwechseleinstellung bei Typ-2-Diabetikern. Sie sind offenbar auch mit einem erhöhten Risiko für Klinikeinweisungen wegen Herzinsuffizienz assoziiert.

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Die blutzuckersenkende Therapie bei Typ-2-Diabetikern soll Klinikeinweisungen wegen Herzschwäche verhindern können.

© Sonja W. / PantherImages.net

Für die Verknüpfung von HbA1c-Wert und Herzinsuffizienz sprechen die Ergebnisse einer Analyse des schwedischen DiabetesRegisters, die beim europäischen Diabeteskongress in Lissabon vorgestellt wurde.

Einbezogen waren Daten von 83.021 Typ-2-Diabetikern, die zwischen 1998 und 2003 in dem Register erfasst worden waren. Die Daten wurden mit jenen eines anderen Registers verknüpft, das Informationen zu Klinikentlassungen von Patienten speichert. Der Beobachtungszeitraum betrug im Schnitt 7,2 Jahre.

Das Risiko variierte

In dieser Zeit kamen 13,2 Prozent aller Diabetiker mit der Diagnose Herzinsuffizienz zur stationären Behandlung in eine Klinik. Allerdings variierte das Risiko in Abhängigkeit von der Höhe des HbA1c-Wertes: Mit jeder HbA1c-Erhöhung um einen Prozentpunkt erhöhte sich auch das relative Risiko für Klinikeinweisungen wegen Herzinsuffizienz um 12 Prozent.

Allerdings war die Risikoerhöhung bei Patienten mit HbA1c-Werten in den Bereichen zwischen 6 und 7 Prozent sowie von 7 bis 8 Prozent nicht statistisch signifikant.

Die Ergebnisse legen nahe, dass sich durch eine intensive blutzuckersenkende Therapie bei Typ-2-Diabetikern Klinikeinweisungen wegen Herzinsuffizienz verhindern lassen könnten. Prospektive kontrollierte Studien hierzu gibt es bislang aber nicht.

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