Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 17.10.2011

Diabetes geht auf die Knochen

NEU-ISENBURG (ob). Diabetes ist ein Prädiktor des Risikos für künftige Frakturen. Auch nach Berücksichtigung wichtiger Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Osteoporose-Medikation und Knochendichte kamen kanadische Forscher jetzt zu dem Ergebnis, dass die Diabetes-Erkrankung signifikant mit einem erhöhten Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche assoziiert ist.

Die Gruppe um Dr. Lora Giangregorio hat die Resultate ihrer Studie jüngst beim Kongress der US-Fachgesellschaft für Knochen- und Mineralforschung (ASBMR) in San Diego vorgestellt.

Grundlage ihrer Analyse bildeten die in einer großen Datenbank in Manitoba gespeicherten Daten von 3.518 Personen mit Diabetes und 36 085 Personen ohne entsprechende Erkrankung.

Um 60 Prozent erhöhtes Risiko für Knochenbrüche

Für alle ist ausgehend von einer Knochendichtemessung mithilfe des computerbasierten FRAX-Modells (WHO Fracture Risk Assessment Tool), welches die Gewichtung klinischer Risikofaktoren für Frakturen einbezieht, die 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit von osteoporotischen Knochenbrüchen errechnet worden. Diabetes zählt bislang nicht zu den Risikofaktoren, die in den FRAX-Score eingehen.

Ergebnis: Unabhängig von Alter, Geschlecht, Medikation, Knochendichte und FRAX-Risikofaktoren war Diabetes als signifikanter Prädiktor mit einem relativ um etwa 60 Prozent erhöhten Risiko für nachfolgende osteoporotische Knochenbrüche assoziiert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »