Donnerstag, 24. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 22.02.2012

KV und Kasse raten zu Teststreifen in mittlerer Preislage

KÖLN (iss). Im Rheinland sollen niedergelassene Ärzte bei Patienten mit Diabetes bevorzugt Blutzuckermessgeräte und -teststreifen aus dem mittleren Preissegment verordnen. Darauf haben sich die KV Nordrhein (KVNo) und die Krankenkassen verständigt.

In Nordrhein geben die Kassen pro Jahr 80 Millionen Euro für Blutzuckerteststreifen aus. In einer gemeinsamen Patienteninformation klären die KVNo und die Kassen die Patienten über die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Verordnungsweise der Ärzte auf.

Sie verweisen auf die großen Preisunterschiede bei den Streifen und darauf, dass mittelpreisige Testsysteme genau so zuverlässig messen wie teurere und für eine ausreichende und wirtschaftliche Versorgung genügen.

"Weiterhin kann Ihr Arzt aus einem breiten Angebot wählen, um das für Sie passende Gerät zu finden", heißt es in dem Schreiben, das die KVNo an die Ärzte gesandt hat. Patienten erfahren dort auch, wie viele Teststreifen Ärzte verordnen dürfen.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Kabinett schickt Patientenrechte auf die Reise

Die Bundesregierung hat das Patientenrechtegesetz auf den Weg gebracht. Während sich die Minister feiern, kommt Kritik von den Patientenvertretern. Ärzte können jedoch aufatmen. mehr »

Spahn und Lauterbach: Wettstreit um Gunst der Ärzte

Kräftemessen auf dem Ärztetag: Die führenden Gesundheitspolitiker Spahn und Lauterbach haben für ihre Konzepte zur Zukunft der Krankenversicherung geworben - die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Im Video-Interview erklärt Spahn, warum Politik manchmal unpopulär sein muss. mehr »

Organspende-Reform samt Daten-Skandal?

Still und leise wurde in der Organspende-Reform die Forschungsklausel aufgebohrt. Damit könnten persönliche Daten von Spendern und Empfängern an die Pharmaindustrie gelangen - und dass ohne Zustimmung der Betroffenen. Für die Opposition ein handfester Skandal. mehr »