Experten wollen Softdrinks aus Schulen verbannen

BERLIN (eis). Um Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen, fordern Diabetes-Experten bundesweit ein Verkaufsverbot zuckerhaltiger Getränke in Schulen.

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Getränke als Kalorienbomben fördern die Adipositas-Welle.

Getränke als Kalorienbomben fördern die Adipositas-Welle.

© dpa

"Nicht große Visionen helfen gegen Übergewicht, sondern einfache Maßnahmen", hat der Kinderdiabetologe Professor Thomas Danne aus Hannover bei einer von Lilly unterstützten Podiumsdiskussion in Berlin betont.

Stark zuckerhaltige Getränke wie Limonaden, Fruchtsäfte, Energy-Drinks, Eistee und gesüßte Milchgetränke fördern nach Studiendaten Adipositas. Der Konsum wird bei Kindern stark durch Werbung und XXL-Portionen gefördert.

Nach Angaben von Danne sind sechs Prozent der Kinder in Deutschland bereits adipös und 13 Prozent übergewichtig - doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Übergewicht in der Kindheit ist die Basis für ein ungesundes Leben.

Die Organisation diabetesDE will daher in Kürze eine Kampagne gegen zuckerhaltige Getränke in Schulen starten. Auch Gesundheitspolitiker wie Nicole Maisch (Grüne) und Jens Spahn (CDU) könnten sich ein solches Verbot vorstellen.

Dass mit Verzicht auf zuckerhaltige Getränke nicht nur Übergewicht vermieden, sondern auch abgespeckt werden kann, hat die PREMIER-Studie ergeben.

Ein Getränk weniger täglich (033l) war bei Erwachsenen mit Gewichtsverlust von 0,49 kg nach sechs und 0,65 kg nach 18 Monaten verbunden.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Höhere Steuern gegen Diabetes

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