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Typ-2-Diabetes

Erhöhtes Risiko für Blasenkrebs bei Insulintherapie

Typ-2-Diabetiker, die Inulin benötigen, sind einer US-Studie zufolge gefährdeter, an Blasenkrebs zu erkranken als Gesunde.

Veröffentlicht:
Wer sich Insulin spritzt, hat ein erhöhtes Risiko für Blasen-Krebs, glauben Forscher.

Wer sich Insulin spritzt, hat ein erhöhtes Risiko für Blasen-Krebs, glauben Forscher.

© Klaus Rose

ATLANTA (ple). Ein fortgeschrittener Typ-2-Diabetes ist einer prospektiven Kohorten-Studie in den USA zufolge mit einer erhöhten Rate an invasivem Blasenkrebs assoziiert.

US-Epidemiologen um Dr. Christina C. Newton von der US-Krebsgesellschaft haben Daten der Cancer Prevention Study II Nutrition Cohort ausgewertet, eine prospektive Studie mit mehr als 180.000 Teilnehmern (Int J Cancer 2012; online 1. Oktober).

Die Informationen waren zwischen 1992/93 und 2007 erhoben worden. Bis 2007 wurde bei 1852 Teilnehmern Blasenkrebs diagnostiziert.

Insgesamt konnten die Forscher keine signifikante Assoziation zwischen Typ-2-Diabetes und Blasenkrebs belegen. Bei langer Krankheitsdauer und bei Insulintherapie war das Risiko für invasiven Blasenkrebs aber deutlich erhöht.

Im Vergleich zu Teilnehmern ohne Diabetes war das relative Risiko bei Diabetikern mit mehr als 15 Jahren Krankheitsdauer 1,63-fach erhöht, bei Patienten mit Insulintherapie 1,64-fach.

Forscher stützen sich auf Angaben der Teilnehmer

Nach Ansicht der Epidemiologen liefern die Daten besonders einen Beleg für eine Assoziation zwischen Insulintherapie unabhängig von der Diabetesdauer und erhöhtem Risiko für invasiven Blasenkrebs.

Die Forscher betonen allerdings, dass das nicht unbedingt bedeutet, dass die Insulintherapie selbst ein Risikofaktor ist.

Eine mögliche Erklärung könne etwa sein, dass eine schlechte Blutzuckerkontrolle dahinter steckt. Zudem sei eine Insulintherapie mit einem fortgeschrittenen Stadium des Typ-2-Diabetes assoziiert.

In der Studie stützten sich die Forscher auf Angaben der Studienteilnehmer und nicht zusätzlich auf klinische Befunde.

Sie weisen aber darauf hin, dass in einer separaten kleinen Untersuchung innerhalb der Studie die Angaben der Teilnehmer gut mit den medizinischen Befunden korrelierten.

Für die Studie standen aber weder Informationen zur oralen antidiabetischen Therapie noch zur Schwere der Krankheit, gemessen etwa am HbA1c-Wert, zur Verfügung.

Quelle: www.springermedizin.de

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