Ärzte Zeitung, 18.06.2013

Diabetes

Erhalt der Betazellen mit Stuhlbakterien?

BOCHUM. Bei Patienten mit Metabolischem Syndrom ließ sich durch Fäkaltransplantation die Glukosetoleranz verbessern.

Jetzt hofft man, bei Typ-1-Diabetes durch Stuhlübertragung von Gesunden die residuale Betazellfunktion nach Manifestation zu erhalten oder vielleicht sogar zu steigern, berichtet Professor Helmut Schatz aus Bochum in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Dazu werden Patienten mit Typ-1-Diabetes für die "DIMID-1-Studie" in den Niederlanden rekrutiert. Nach Stuhltransplantation werden dabei Betazellfunktion, HbA1c und Mikroalbuminurie bestimmt.

Man hofft, Bakterien im Stuhl identifizieren zu können, die günstig auf die Betazellen wirken. Ein geeignet zusammengesetztes "Mikrobiom" könnte körpereigene Immunreaktionen unterdrücken.

Man erkennt immer mehr, dass der menschliche Organismus und die riesige Zahl vieler, verschiedener Bakterien in seinem Körper eine funktionelle Einheit darstellen. Die Zahl der Bakterien wird auf etwa 100 Billionen geschätzt, deren Gewicht auf etwa 1,5 kg. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »