Ärzte Zeitung online, 25.11.2013

Oft zur falschen Zeit

Die häufigsten Fehler beim Blutzuckermessen

Beim Blutzuckerselbstmessen werden viele Fehler gemacht, die mit guter Schulung vermieden werden könnten.

Von Thomas Meißner

Die häufigsten Fehler beim Blutzucker messen

Der Blutzucker sollte stets vor den Mahlzeiten oder anderthalb bis zwei Stunden nach dem Essen gemessen werden.

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Selbst Experten waren überrascht, als vor einigen Jahren die Ergebnisse des Blutzuckerselbstmanagement-Reports bei fast 1000 Diabetes-Patienten bekannt wurden: Es werden viele Fehler gemacht, die mit guter Schulung vermieden werden könnten.

Jedoch stellte sich heraus - und das ist Fehler Nummer Eins, dass ein Drittel der Befragten noch nie an einer Diabetes-Schulung teilgenommen hatten (Diabetes, Stoffwechsel und Herz 2007, 3: 185).

Jeder dritte Teilnehmer der Befragung wählte die besonders schmerzempfindliche Mitte der Fingerkuppe zur Messung statt den Seitenbereich der Fingerspitze.

Mancher glaubt, dass das Stechen in die Hornhaut, die sich an immer wieder benutzten Stellen bildet, weniger schmerzhaft sei - ein Irrtum. Nur 47 Prozent der Befragten achten vor der Blutgewinnung darauf, dass die Finger gut durchblutet sind.

Vor Mahlzeiten und bis zwei Stunden danach messen

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Was Sie über die Blutzuckerselbstmessung alles wissen sollten, erfahren Sie im Dossier Glukose-Selbstmessung der "Ärzte Zeitung" ...

Die Lanzetten zur Blutgewinnung werden durchschnittlich achtmal verwendet. Dass sie mit der Zeit stumpf werden, ist vielen nicht klar. Fast acht von zehn Befragten meinen, dass die Blutgewinnung umso weniger schmerze, je dünner die Lanzette sei.

Dabei sind der Schliff und das Vermeiden seitlicher Nachschwingungen während des Stichs wichtige Aspekte, wenn es um sanfte Blutgewinnung geht.

Aufmerksam gemacht werden muss außerdem auf den bedachten Umgang mit den Teststreifen. Sie sollten möglichst keinen ungünstigen Einflüssen wie Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt werden.

"Der häufigste Fehler ist die Nichteinhaltung der Uhrzeit", so die Erfahrung von Professor Stephan Martin aus Düsseldorf.

"Gemessen werden soll stets vor den Mahlzeiten und anderthalb bis zwei Stunden nach den Mahlzeiten. Nur mit diesen Werten können wir etwas anfangen." Und natürlich bringt nur ein dokumentierter Wert tatsächlich etwas.

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