Ärzte Zeitung, 14.07.2014

USA

Immer mehr Diabetes bei Kindern

In den USA ist die Inzidenz von Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen binnen acht Jahren um 31 Prozent angestiegen.

BERLIN. Die Rate von Diabetes steigt bei Zehn- bis 19-Jährigen in den USA deutlich an, wie eine aktuelle Langzeitanalyse belegt: Danach gab es 2001 in dieser Altersgruppe 1,48 Neuerkrankungen an Typ-1-Diabetes pro 1000 und 2009 bereits 1,93 pro 1000 (JAMA 2014; 311: 1778-1786).

Aber auch der früher als Alterszucker bezeichnete Typ-2-Diabetes nimmt dort nach der Analyse zu: von 0,34 pro 1000 (2001) auf 0,46 pro 1000 (2009).

"Bewegungsmangel und Fehlernährung führen dazu, dass immer mehr Kinder fettleibig sind - und damit Gefahr laufen, an Typ-2-Diabetes zu erkranken", erläutert Professor Thomas Danne in einer Mitteilung von diabetesDE.

Hierzulande ist Typ-2-Diabetes bei Kindern viel seltener. "Die Zahl könnte jedoch drastisch steigen, wenn sich die Trends in die gleiche Richtung entwickeln wie in den USA", so Danne.

Um dem vorzubeugen, ist Prävention schon in Kindergarten und Schule notwendig. Die Diabetes-Organisation schlägt dort täglich eine Stunde Sport vor und kostenlose Wasserspender, um den Konsum zuckerhaltiger Softdrinks zu verringern. (eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »