Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 30.09.2016

Diabetes

Hochkonzentriertes Insulin ist bei Patienten beliebt

Vor allem adipöse Diabetiker müssen oft große Insulin-Mengen injizieren. Ein hochkonzentriertes Insulin wird von den Patienten sehr gut angenommen.

MÜNCHEN. Es ist nur eine Frage der Zeit: Irgendwann benötigen die meisten Diabetes-Patienten eine Behandlung mit Insulin; denn beim Typ-2-Diabetes handelt es sich um eine chronisch progrediente Erkrankung mit komplexer Pathogenese.

Am Anfang steht die Insulinresistenz, die zunächst zu einem Hyperinsulinismus führt. Doch gleichzeitig entwickelt sich eine Insulinsekretionsstörung, die im weiteren Verlauf der Erkrankung eine Insulinsubstitution erforderlich macht. "Bei adipösen Patienten führt die Insulinresistenz dann nicht selten zu steigenden Insulindosen, was die Patienten sehr belastet", hat Dr. Jens Kröger, niedergelassener Diabetologe in Hamburg, berichtet.

Um diese Belastungen durch häufige Injektionen und große Injektionsmengen zu reduzieren, wurde das hochkonzentrierte, schnell- und kurzwirksame Mahlzeiteninsulin Insulin lispro (Liprolog® 200) entwickelt. "Gerade für Diabetiker, die täglich mehr als 20 Einheiten schnell wirksames Insulin benötigen, ist Liprolog® 200 eine sinnvolle Therapieoption", so Kröger bei einer vom Unternehmen Berlin-Chemie unterstützten Veranstaltung in München.

Liprolog® 200 ist doppelt so hoch konzentriert wie bisher, das heißt, es enthält pro Milliliter 200 statt 100 Einheiten, sodass sich das Injektionsvolumen halbiert. Das Insulin ist das gleiche, also die pharmakodynamischen und-kinetischen Eigenschaften der beiden Insulin-Formulierungen und damit auch die Wirksamkeit des Insulins sind gleich. Verfügbar ist Liprolog® 200 ausschließlich im neuen Kwik Pen™.

"Die einjährige Erfahrung mit Liprolog® 200 zeigt, dass die Patienten hochzufrieden sind", so Kröger. Besonders vorteilhaft sei, dass aufgrund der geringeren Anzahl an Insulinverordnungen die Zuzahlung geringer sei.

Auch der neue Insulin-Pen, der selbst von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen der Hände leicht und mit geringem Krafteinsatz zu bedienen ist, sorgt für Zufriedenheit. Insgesamt werde diese neue hochkonzentrierte Therapieoption von den Diabetikern sehr gut angenommen. Und das hat auch direkte Auswirkungen auf das Therapieverhalten, mit anderen Worten: Die weniger belastende Insulintherapie bessert die Adhärenz. (sti)

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